Hesnaes – Rodvig

von Mikolaj Trzeciecki / am 17.06.2019 / in Allgemein

Samstag, 01.06

In diesem Hafen wollen wir den heutigen Samstag verbringen und die Gegend erkunden. Wir fahren mit den Fahrrädern in die nächstgelegene Stadt Horbelev, um einzukaufen. Zurück im Hafen, verbringen wir den Nachmittag mit Bärbel und Dieter, zuerst bei ihnen, dann auf unserem Boot. Für sie ist es das erste Mal auf einem schwimmenden Sommerhaus, genauso wie wir bisher keine Erfahrungen mit einem Fahrenden hatten. Die Erlebnisse sind tatsächlich ähnlich. Es gibt doch Unterschiede: wir sind mehr Wetter-abhängig, sie müssen mehr auf das Gewicht achten.

Am Abend kommt eine Flottilla von 11 Segelbooten aus einem Verein. Damit ist der Hafen gut gefüllt und die Sanitäranlagen sogar überlastet. Da der Wind immer stärker und böiger weht, sind die Manöver nicht einfach, aber alles klappt gut.
Ganz zum Schluss kommt eine Hallberg-Rassy 29. In jetzt wirklich stürmischen Böen will sie anlegen, was wir mit Sorge beobachten. Sie erwischt den allerletzten Platz dicht an der Hafenmole – diese bietet aber Windschutz, sodass alles gut ausgeht.

Sonntag, 02.06

Da es an diesem Sonntag in Horbelev kein Gottesdienst stattfindet, bereiten wir uns ganz früh zu Auslaufen vor. Dabei erreicht uns ein Ruf: „ihr seid doch Agnieszka und Mikolaj!“ Die Crew der kleinen Hallberg-Rassy sind doch Annette und Martin, wir kennen sie aus unserem letzten Chartertörn. Sie sind auch Fans alter Segelboote und jetzt bewundern sie unsere Anna Karin. Wir können aber nicht lange diskutieren, wir müssen segeln, und zwar in unterschiedliche Richtungen.

Wir wollen also nach Norden. Kurz haben wir die Reise in den Grönsund und in das Smälandfahrwasser überlegt, dort aber segelt die Flottilla. Also nach Rödvig. Dazu müssen wir zuerst Mön gegen Wind umfahren. Sehr unsportlich helfen wir uns mit dem Motor dabei, nach einer Stunde haben wir genügend Höhe sodass wir am Wind segeln, die Möncliffs passieren können. Dann fallen wir ab und segeln raumschotts nach Rödvig. Den Hafen erreichen wir nach einer langen und ereignislosen Fahrt, bei der der Wind wieder stirbt – erst danach beginnt das Spannende, nämlich die Platzsuche. Auswahl haben wir eigentlich nicht – wir müssen Longside bei der Hafeneinfahrt liegen, es sei denn wir wollen im Fischereihafen versuchen. Jetzt sind wir diejenigen, die den letzten Longsideplatz bekommen.

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